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Die Schertenleibs sind zurück am Herd

Good News für die Thuner Gastronomie: Die Familie Schertenleib kehrt in der burgstrasse 9 an den Herd zurück.

Vierzehn Jahre lang, von 2006-2019, war es der Geheimtipp in der Thuner Beizenwelt: Das Menu surprise von Claudia und Ruedi Schertenleib jeweils am Freitagabend in den historischen Räumen der ehemaligen Schlosserei am Fuss des Schlossbergs. Zum Dessert meist garniert mit ein paar Liedern des begnadeten Jodlerpaars.

Nach Corona verpachteten die Schertenleibs das urige Lokal auf mehreren Ebenen mit dem Gewölbekeller, in dem einst «The Lightnings» rockten: Zuerst an den 16-Punkte-Gault-Millau-Koch Stephan Koltes, später an Falco Kalbe. Beide mussten aus wirtschaftlichen Gründen die Kochlöffel ablegen.

«Jetzt haben wir uns entschieden, wieder selbst zu wirten», erklärt Claudia Schertenleib. «Das Haus gehört zu uns, es ist wie ein Heimkommen», ergänzt Ehemann Ruedi. Zu dritt, zusammen mit Tochter Yvonne, wird wieder angerichtet und aufgetischt wie anno dazumal: Mit einem Menu surprise am Freitagabend, in Absprache für Gruppen (bis 30 Personen) auch an anderen Wochentagen. Das gastronomische Versprechen ist am anderen Ende der Schicki-Micki-Skala: «Wir tischen einen Dreigänger auf nach dem Motto: Einfach und bodenständig», sagt Yvonne Schertenleib. Eine gutgelaunte Gästeschar konnte sich letzten Freitag und Samstag bei der Wiedereröffnung davon überzeugen.

Das würdige Haus, an der engsten Strassenstelle zwischen Lauitor und Berntor an den Schlossberg geklebt, hat schon vieles erlebt. Um1800  erstmals dokumentiert, wurden in ihm getöpfert, gedrechselt, Pferde beschlagen und eine Hafnerei betrieben. Ab 1945 betrieb Vater Hans Oskar Schertenleib dort eine Schlosserei, ab 1985 führte Sohn Ruedi den Betrieb weiter und konnte die Liegenschaft im Jahr 2000 der Stadt Thun abkaufen. Die Schlosserei führt nun Bruno Schertenleib in einem benachbarten Gebäude in 3. Generation weiter, und im Stammhaus hat sich der Kreis geschlossen: Das Gasthaus «alte Schlosserei burgstrasse 9» ist in alter Frische auferstanden.

René E. Gygax

Bericht im Thuner Tagblatt vom 9. Oktober 2026

Schön chömet Dir zu üs ds Bsuech

Gniesset ds 3-Gang Menü surprise, i de gschichtsträchtige Rümlechkeite u löts öich eifach la guet ga.  

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die Rümlechkeite verzelle Gschichte, wo me vielech sogar echli gschpürt... I dene Rüm isch gschwitzt, krampfet u gläbt worde > scho lang, lang vor üsne Zyte...

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Me cha die guete alte Zyte nid zrugg hole, aber me cha gueti neui Zyte erschaffe, wo de o wieder zu guete alte Zyte wärde.

Da drann wei mr schaffe, .... zäme mit öich